Nachfolgeberatung

Wer Familienvermögen auf Dauer erhalten und mehren will, denkt langfristig und plant die Nachfolge mit ein. Bereits im Rahmen der Investitionsüberlegungen sollten die steueroptimalen Übertragungsmöglichkeiten auf die nächste Generation im Auge behalten werden.

 

Der Erbfall kann eine sehr hohe Erbschaftsteuerbelastung für die Familie darstellen. Durch ein frühzeitiges Nachdenken über die Vermögensnachfolge können steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten und bestehende Vergünstigungen optimal ausgenutzt werden.

 

Vor allem wenn Unternehmensvermögen betroffen ist, sollte früh mit den Überlegungen zur Nachfolge begonnen werden. Fehlgeschlagene Nachfolgeregelungen sind ein häufiger Grund dafür, dass Unternehmen nicht mehr bis in die dritte Generation bestehen bleiben. Hier gilt es rechtzeitig zu handeln und den Generationswechsel fließend zu gestalten.

 

Vor allem für Familienunternehmen ist die Nachfolge von existenzieller Bedeutung. Um das Fortbestehen des Unternehmens langfristig zu sichern, ist ein Nachfolge-Konzept Voraussetzung für den Erfolg. Die Verantwortung, die Führung eines Unternehmens in einem dynamischen Umfeld auf einen Nachfolger überzuleiten ohne den wirtschaftlichen Erfolg zu gefährden, ist eine schwierige unternehmerische Aufgabe. Die Unternehmensnachfolge bedarf einer langfristigen Planung, einer sorgfältigen Konzeption und einer ebenso sorgfältigen Umsetzung.

 

Wir erarbeiten mit unseren Mandanten eine effektive Konzeption der Nachfolge in einem frühen Stadium und nehmen dabei Rücksicht sowohl auf die individuellen Bedürfnisse der abgebenden Personen als auch der Nachfolger.

Dadurch steigen die Aussichten einer erfolgreichen Unternehmensnachfolge erheblich.

 


Nachfolgend stellen wir Ihnen aus dem Beratungsbereich Nachfolge, einige Referenzprojekte (Mandantenstories) vor:

 

 

Projekt - "Management Buy-In / Konzernstrukturierung"

 

Ausgangslage

Operativ tätiger Geschäftsführer A einer Kapitalgesellschaft beabsichtigt einen „Management Buy-In" in den Konzern des Mehrheitsgesellschafters seiner Kapitalgesellschaft (TG). Der Anteilskauf soll fremdfinanziert werden.

 

Zielsetzungen

- Abzugsfähigkeit der Finanzierungskosten bei A

- zukünftige Einbringung der Minderheitsbeteiligung des Geschäftsführers A an TG in den Konzern

- Tilgung der Fremdfinanzierung aus dem zukünftigen Einbringungserlös

- Optimierung der Ertragsteuerbelastung bei dem Einbringenden A.

 

Gestaltungsvorschlag

Bei einem Verkauf der Minderheitenanteile des einbringenden Geschäftsführers A an TG fallen Ertragsteuern an, die damit das Finanzierungspotenzial für den Erwerb einer Beteiligung des A an der Konzernmuttergesellschaft mindern.

 

Gründung einer Zwischenholding durch Einbringung aller Anteile an der Gesellschaft TG des A zum Buchwert

Erwerb der Zielbeteiligung des A an der Konzernmuttergesellschaft durch die Zwischenholding nach Aufnahme von Darlehen

Steuerfreier Exit nach 7 Jahren:

(1) Veräußerung der von der Muttergesellschaft in die Zwischenholding eingebrachten Anteile an TG an die Muttergesellschaft

(2) Einzug der von der Muttergesellschaft gehaltenen Anteile an der Zwischenholding durch die Zwischenholding.

(1) und (2) erfolgen zeitnah und sind weitgehend liquiditäts-  und steuerneutral (95% körperschaftsteuerfrei).

Veräußerung der Minderheitenanteile an TG durch Zwischenholding an Konzernmutter (95% körperschaftsteuerfrei) und Tilgung des Darlehens für den Erwerb der Beteiligung an der Konzernmutter durch die Zwischenholding.

 

Ergebnis

Bei abgestimmten Verhalten aller Beteiligten kann A seine im Privatvermögen stehende Minderheitenbeteiligung weitgehend steuerfrei verwerten und diese in eine Beteiligung an der Konzernmutter „tauschen“. Er hält die Zielbeteiligung an der Konzernmutter zu 100% über die Zwischenholding.

 

 

Projekt - "Familienstiftung"

 

Ausgangslage

Mittelständisches Unternehmen, operativ tätiger Gründer, leitende Tätigkeit der ersten Nachfolgergeneration im Unternehmen zusammen mit Fremdmanagement für die Bereiche Technik, Vertrieb und Verwaltung.

 

Zielsetzungen

- Langfristige Nachfolgeregelung mit dem Ziel, die Unternehmensgruppe unabhängig halten zu können

- Unternehmensfortführung soll unabhängig von der Intensität der operativen Mitwirkung der Familienmitglieder sein

- Versorgung der nachfolgenden Generation der Unternehmerfamilie

- Nutzung der Betriebsvermögensvergünstigungen des ErbStG 2009

 

Gestaltungsvorschlag

- Einbringung der Unternehmensgruppe in eine Familienstiftung

- Satzungsmäßige Regelung zur Gewinnverwendung im Spannungsfeld:
   Versorgung der Familie <-> Finanzierung/Thesaurierung der Unternehmensgruppe

- Freiheitsgrade für die zukünftige Mitwirkung von Familienmitgliedern:

   die unternehmerische Betätigung der Familienmitglieder kann zukünftig in Form der Übernahme

   operativer Managementaufgaben im Konzern und/oder Verwaltung der Familienstiftung bestehen

- Vermeidung des Entstehens von Klein- und Minderheitenanteilen in der Enkelgeneration

- Vermeidung von (Ziel-) Konflikten zwischen tätigen und nicht tätigen Familienmitgliedern

- Vermeidung von hohen Abfindungs- oder Pflichtteilsansprüchen in Folgegenerationen

- Flexibilität der Gestaltung

 

 

Projekt - "Gesellschafterwechsel"

 

Ausgangslage

Ausscheiden und Abfindung eines Gesellschafters aus einer Kapitalgesellschaft

(mittelständisches Unternehmen, Baubranche)

 

Zielsetzungen

- Feststellung der konsensfähigen Höhe der Abfindung und Konzeption einer steueroptimierten Finanzierung des Anteilskaufs

- Minimierung des Einsatzes von Vermögen der verbleibenden Gesellschafter für den Anteilserwerb

 

Gestaltungsvorschlag

 

- Erwerb der Anteile des ausscheidenden Gesellschafters  (Teilbetrag) durch die Gesellschaft (eigene Anteile)

- somit entsteht kein Erwerbsaufwand für die verbleibenden Gesellschafter

 

- wegen grunderwerbsteuerlicher Restriktionen wird ein Minderheitenanteil > 5% vom Unternehmer-Ehegatten erworben.

 

- Finanzierung dieses Anteilserwerbs durch Mittel des Unternehmens wie folgt:

 

  • kurze Zwischenfinanzierung des Anteils aus privaten Mitteln
  • Ausschüttung der Kapitalgesellschaft in Höhe des Restkaufpreises vor Kapitalertragsteuer an die Gesellschafter
  • Barschenkung des Unternehmerehegatten an den minderheitsbeteiligten Ehegatten zur Kompensation der privaten Vorfinanzierung für den Anteilskauf (schenkungsteuerliche Freibeträge standen zur Verfügung) 

 

Ergebnis

Der steuerlich nicht verwertbare Erwerbsaufwand für Anteile an Kapitalgesellschaften bei Privatpersonen wird minimiert.

Die Liquidität für den Anteilserwerb stammt von der Kapitalgesellschaft.

Es wird verhindert, dass steuerlich nicht verwertbarer Finanzierungsaufwand bei natürlichen Personen entsteht.

 

 

Projekt - "Schenkungsteuerfreie Übertragung von Immobilienvermögen"

 

Ausgangslage

Das im Familienbesitz befindliche umfangreiche Immobilienvermögen (> 300 Wohnungen) soll auf die nachfolgende Generation übertragen werden. 

 

Zielsetzung

- weitestgehend schenkungsteuerneutrale Gestaltung

 

Gestaltungsvorschlag

Das im Privatbesitz befindliche Immobilienvermögen wird zunächst in eine vermögensverwaltende GmbH & Co. KG eingebracht.

Die vermögensverwaltende GmbH & Co. KG stellt in steuerlicher Hinsicht Bruchteilsvermögen und steuerliches Privatvermögen der Gesellschafter dar.

 

Die Voraussetzungen für das Vorliegen eines sog. Wohnungsunternehmens im Sinne des § 13b Abs. 2 Nr. 1d ErbStG wurden parallel dazu durch die Einholung einer verbindlichen Auskunft beim zuständigen Finanzamt geprüft und positiv bestätigt.

 

Nach einer erfolgten gewerblichen Prägung der vermögensverwaltenden GmbH & Co. KG durch Austritt der natürlichen Personen aus der Geschäftsführung, wurden Anteile an der GmbH & Co. KG auf die nachfolgende Generation übertragen.

 

Ergebnis

Mit der Übertragung der Gesellschaftsanteile auf die nachfolgende Generation, konnte eine schenkungsteuerfreie Übertragung erreicht werden. Die Auswirkungen der eintretenden Gewerbesteuerpflicht werden durch die Anrechnung bei der Einkommensteuer kompensiert.

 

 


Anschrift

WMS Müssig · Sauter PartGmbB

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Seestraße 37

88214 Ravensburg

Kontakt

Tel: +49 (0) 751 / 958840-00

Fax: +49 (0) 751 / 958840-10

E-Mail: info@wms-wp.de